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Jetzt die Weichen für 2027 stellen: Umstellung auf T+1

Profidata T+1

Die europäische Fonds- und Investmentbranche steht vor einer der grössten operativen Veränderungen der letzten Jahre.

Ab dem 11. Oktober 2027 sollen Wertpapiergeschäfte in der Europäischen Union innerhalb eines Geschäftstags abgewickelt werden – statt wie bisher innerhalb von zwei Geschäftstagen. Was auf den ersten Blick wie eine technische Anpassung erscheint, hat weitreichende Auswirkungen auf Prozesse, Datenflüsse und die tägliche Zusammenarbeit zwischen Asset Managern, Fondsleitungen, Verwahrstellen und weiteren Marktteilnehmern. Für viele Organisationen stellt sich deshalb nicht mehr die Frage, ob sie sich mit T+1 beschäftigen müssen, sondern wie sie ihre Prozesse rechtzeitig darauf vorbereiten.

 

Was bedeutet T+1 konkret?


Während Marktteilnehmer heute in der Regel zwei Geschäftstage Zeit haben, um Handelsdaten abzustimmen, Instruktionen auszutauschen, Buchungen vorzunehmen und offene Differenzen zu bereinigen, reduziert sich dieses Zeitfenster künftig auf einen einzigen Geschäftstag. Damit folgen die europäischen Märkte einem Trend, der bereits in anderen Regionen umgesetzt wurde. Die Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko haben ihre Märkte bereits erfolgreich auf T+1 umgestellt, nun steht Europa vor derselben Transformation.

Die Herausforderung von T+1 liegt nicht in der verkürzten Frist selbst, sondern in den damit verbundenen operativen Anforderungen. Viele Prozesse, die heute noch manuell durchgeführt werden, müssen künftig deutlich schneller ablaufen. Abstimmungen, Reconciliation, Datenlieferungen und Settlement-Instruktionen müssen innerhalb eines kürzeren Zeitfensters abgeschlossen werden. Bereits kleine Verzögerungen können künftig dazu führen, dass Geschäfte nicht rechtzeitig abgewickelt werden können.

Besonders betroffen sind Organisationen, die mit komplexen Systemlandschaften, externen Schnittstellen und manuellen Abstimmungsprozessen arbeiten. Auch ein hoher Anteil Excel-basierter Abläufe sowie internationale Handelsaktivitäten über verschiedene Zeitzonen hinweg können die Herausforderungen zusätzlich erhöhen. Je mehr Prozessschritte manuell durchgeführt werden müssen, desto schwieriger wird es, die verkürzten Abwicklungsfristen zuverlässig einzuhalten.

 

Prozessautomatisierung wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor


Kunden von XENTIS setzen bereits heute auf automatisierte Front-to-Back-Prozesse und verfügen über eine optimale Ausgangslage für die bevorstehende Umstellung. Unsere Software unterstützt die durchgängige Verarbeitung von Orders, Transaktionen und Reporting innerhalb einer zentralen Plattform. Durch die enge Integration der einzelnen Funktionsbereiche können Daten schnell verarbeitet und Prozessschritte automatisiert durchgeführt werden. Gerade im Umfeld von T+1 gewinnen diese Eigenschaften zusätzlich an Bedeutung.

Darüber hinaus entwickeln wir unsere Order- und Ausführungsprozesse kontinuierlich weiter, um die verkürzten Abwicklungsfristen bestmöglich zu unterstützen. So wurde beispielsweise der FIX-Importer erweitert, damit Ausführungen schneller verarbeitet werden können. Gleichzeitig stellen nachgelagerte Verarbeitungsprozesse sicher, dass auch Teilausführungen jederzeit nachvollziehbar bleiben.


Profidata T+1

«Die Umstellung auf T+1 bietet vielen Organisationen die Chance, bestehende Prozesse kritisch zu hinterfragen», sagt Stefan Siegrist, Head of Business Analysis & Pre-Sales bei Profidata. «Wo entstehen heute Verzögerungen? Welche Arbeitsschritte erfolgen noch manuell? Welche Daten werden mehrfach verarbeitet und welche Abstimmungen verursachen unnötigen Aufwand?» Die Beantwortung dieser Fragen hilft laut Stefan Siegrist nicht nur bei der Vorbereitung auf T+1, sondern schafft auch langfristige Effizienzgewinne.

 

Jetzt die Weichen für 2027 stellen


Die Erfahrung aus vergleichbaren regulatorischen Projekten zeigt, dass erfolgreiche Transformationen frühzeitig beginnen. Je früher Prozesslandschaften analysiert, Automatisierungspotenziale identifiziert und notwendige Anpassungen geplant werden, desto reibungsloser lässt sich die Umstellung umsetzen. Es ist empfehlenswert, sich bereits heute mit den Auswirkungen von T+1 auseinanderzusetzen und bestehende Abläufe auf ihre Zukunftsfähigkeit zu überprüfen. 

Unsere Consultants unterstützen Sie gerne dabei, die Auswirkungen auf Ihre Organisation zu analysieren und gemeinsam die richtigen Massnahmen für einen erfolgreichen Übergang zu definieren.

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