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KI im Asset Management: Warum die Qualität der Daten über den Erfolg entscheidet

Künstliche Intelligenz entwickelt sich von einem Zukunftsthema zu einem praktischen Werkzeug für die Finanzindustrie.
Mit der zunehmenden Verbreitung von Künstlicher Intelligenz stehen Asset Manager, Fondsleitungen und Verwahrstellen vor grundlegenden Fragen: Wie lassen sich Daten, Fachwissen und Technologie so verbinden, dass daraus ein echter Mehrwert entsteht? Mit diesem Thema beschäftigte sich Gunther Glabbatz, Head of Sales Germany & Austria bei Profidata, kürzlich beim Event «Fund After Work: Wie intelligent ist künstliche Intelligenz wirklich?» in Frankfurt.
Während der Veranstaltung gab er Einblicke in aktuelle KI-Initiativen der Profidata Group und zeigte auf, wie Künstliche Intelligenz dazu beiträgt, Prozesse zu beschleunigen und neue Innovationen hervorzubringen. «Nur wer seine Daten im Griff hat, kann das Potenzial von KI wirklich ausschöpfen», sagt Gunther Glabbatz. «Als Anbieter von Investment Management Software und Services unterstützen wir Finanzdienstleister seit Jahrzehnten dabei, grosse Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen, zu strukturieren und für operative Prozesse nutzbar zu machen. Diese Expertise bildet heute die Grundlage für unseren erfolgreichen Einsatz von KI.»
Bei Profidata wird dabei ein klarer Ansatz verfolgt: Künstliche Intelligenz soll nicht isoliert eingesetzt werden, sondern dort unterstützen, wo sie konkreten Mehrwert für Kunden und Mitarbeitende schafft. Die folgenden Beispiele zeigen, wie dies aktuell umgesetzt wird.
Einsatzbereich 1: Compliance und Investment Guidelines
Ein besonders vielversprechender Anwendungsfall liegt im Bereich Investment Compliance. Die Überführung von Anlagevorschriften aus Fondsprospekten, UCITS-Dokumenten oder internen Investment Guidelines in operative Compliance-Regeln gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Fondsmanagement. Unterschiedliche Formulierungen, Interpretationsspielräume und komplexe regulatorische Anforderungen führen häufig zu einem hohen manuellen Aufwand.
Um diesen Prozess zu unterstützen, setzt Profidata auf KI-gestützte Dokumentenanalyse. Fondsdokumente werden automatisiert analysiert, relevante Inhalte identifiziert und potenzielle Anlagebeschränkungen erkannt. Die gewonnenen Informationen können anschliessend mit bestehenden Regelwerken verknüpft und validiert werden. Das Ergebnis sind schnellere Onboarding-Prozesse und eine höhere Qualität bei der Umsetzung von regulatorischen Anforderungen.
Einsatzbereich 2: Neue Dokumentationsplattform mit KI-Agent
Ein weiterer Meilenstein ist die neue Dokumentationsplattform für XENTIS und Prisma. Die Plattform bündelt Handbücher, Release Notes, «What's New»-Informationen, Standard-Reports und weitere Produktinformationen in einer zentralen Umgebung. Im Zentrum der Lösung steht ein integrierter KI-Agent: Anwender können Fragen stellen und erhalten sofort passende Antworten aus der Dokumentation. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Sprache die Frage formuliert wird. Der KI-Agent versteht Zusammenhänge, identifiziert relevante Inhalte und führt Anwender direkt zu den benötigten Informationen. Das reduziert den Suchaufwand erheblich und erleichtert den Wissenstransfer im Arbeitsalltag.
«Nur wer seine Daten im Griff hat, kann das Potenzial von KI wirklich ausschöpfen.»
Einsatzbereich 3: Software-Entwicklung
Auch innerhalb der Software-Entwicklung werden bei Profidata KI-Technologien eingesetzt. Die Systeme unterstützen unsere Teams bei Entwicklungs-, Test- und Dokumentationsaufgaben und helfen dabei, wiederkehrende Tätigkeiten effizienter durchzuführen. Dadurch können neue Funktionen schneller bereitgestellt und Anpassungen effizienter umgesetzt werden. Kunden profitieren von kürzeren Entwicklungszyklen und einer kontinuierlichen Verbesserung der Software.
Darüber hinaus investiert Profidata in die technologische Basis zukünftiger KI-Lösungen, wie beispielsweise in den Aufbau eines zentralen KI-Schnittstellenlayers. Dies schafft die Voraussetzungen, um künftig unterschiedliche KI-Agenten und spezialisierte KI-Anwendungen in bestehende Prozesse zu integrieren.
KI verändert das Asset Management – der Mensch bleibt entscheidend
Die Diskussionen beim FAW-Event machten deutlich, dass Künstliche Intelligenz die Finanzindustrie nachhaltig verändern wird. Einen spannenden Impuls lieferte dabei Dr. Andreas Sauer von ansa capital management mit seinem Vortrag «Kann KI den Fondsmanager ersetzen?». Seine Antwort fiel differenziert aus: KI wird das Asset Management in vielen Bereichen verändern und einzelne Prozesse revolutionieren. Gleichzeitig bleibt die menschliche Expertise unverzichtbar – insbesondere dort, wo Erfahrung und die Einordnung komplexer Zusammenhänge gefragt sind.
«KI entfaltet ihren grössten Nutzen dort, wo sie Daten, Fachwissen und Prozesse miteinander verbindet», fasst Gunther Glabbatz zusammen. «Genau darauf konzentrieren wir uns bei Profidata. Unsere Initiativen verdeutlichen, wie Profidata das Potenzial von KI bereits heute in konkrete Lösungen überführt – und damit den Grundstein für die nächste Generation marktführender Investment Management Lösungen legt.»
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